2019 – was für ein Jahr! So ganz anders als 2018 und doch sehr intensiv.

 

Der Beginn

Seit 01.01.2019 bin ich selbständig. Hört sich mittlerweile gar nicht mehr so merkwürdig an. Aber es hat schon seine Zeit gedauert, bis ich das verinnerlicht hatte.

Gestartet bin ich als Coach für mutige Trennungen. Fühlte sich richtig an. Nachdem ich den Umzug verdaut hatte (bin Ende 2018 umgezogen), legte ich also los. Challenge, Webinar, erste Kundin – Hurra!

Es gab viel zu lernen. Ich hatte ja keine Ahnung von Nichts. Der Erfolg blieb allerdings mittelprächtig. Privat lief es eher suboptimal, was mich immer wieder runter gezogen hat. Das Thema Trennung war nicht mehr meins. In mir sträubte sich alles dagegen, Frauen zu sagen, dass sie sich doch endlich trennen sollten, wenn ich gleichzeitig selbst dagegen ankämpfte. Im Sommer nahm ich mir dann eine Auszeit. Das war schon ein bisschen irre im ersten Jahr. Aber es ging nicht anders. Ich wusste überhaupt nicht mehr, was ich machen sollte. Es fühlte sich alles nur noch nach Druck und furchtbar schwer an. Ich begab mich auf Seelenreise, um mich selbst wieder zu finden.

 

Halbzeit

Zurück von meiner Seelenreise war ich bereit für ein neues Thema „Unzufriedenheit im Leben“. Etwas ungenau und genau das war dann auch das Problem. Es war zu wischi-waschi und ich irgendwie nicht in der Lage, es zu konkretisieren. Als ich eine Challenge geplant hatte und alles dafür vorbereitet war, ging es nicht mehr weiter. Es fühlte sich nicht richtig an. Ich wollte das nicht. Also bin ich mitten in der Nacht aufgestanden und habe die Aktivitäten dazu gestoppt. Erleichtert bin ich wieder ins Bett gestiegen und konnte beruhigt einschlafen.

Was war denn da nur passiert? Und vor allem, wie sollte es nun weiter gehen? Ich musste doch etwas tun. Von nichts, kommt bekanntlich nichts und schon gar kein Geld. Zum Glück hatte ich mich das ganze Jahr über coachlich begleiten lassen. In meiner nächsten Coachingsession sind wir dann den Dingen auf den Grund gegangen. Irgendwann lag es klar ausgesprochen vor mir „Ich bin gar kein Coach!“ Bumm – und nun?

Es war ja so, dass mir alle Tätigkeiten, die vor dem Coaching kamen, Spaß machten. Nur wenn diese technischen und organisatorischen Dinge abgeschlossen waren, dann war auch die Aufgabe sozusagen für mich abgeschlossen. Das Coaching an sich fühlte sich irgendwie nicht richtig an.

 

Ende gut, alles gut

Und so kam ich dann glücklicherweise zu dem, was ich heute mache – Online Business Management. Jetzt mache ich die Dinge, die ich gut kann, damit andere Coaches ihre Herzenstätigkeiten tun können. Ich kümmere mich ums Business und sie sich um die Kunden. Da ich weiß, wie das alles geht und kann ich komplett agieren und mitdenken. Ein Riesenvorteil im Vergleich zu anderen, die nur reine Abarbeitung anbieten (was nichts Schlechtes ist) und das noch nie selbst im Businesskontext gemacht haben.

Was soll ich sagen, direkt am Abend, als ich das kommuniziert hatte, hatte ich die erste Kundin. Ich konnte es kaum fassen. Wir arbeiten auch heute noch weiter zusammen. Und das Beste, es kamen weitere Kunden. Es fühlte sich alles gut und richtig an und das tut es immer noch.

Nach ein paar Irrwegen bin ich da angekommen, wo ich hingehöre.

 

Next Level 2020

Jetzt geht es darum, mich fest einzurichten und zu wachsen. Ich habe eine große Vision von 2020 und von meinem Business allgemein. Manchmal ist sie so übermächtig, dass sie mir Angst macht und mir etwas mulmig wird. Besser gesagt, ich habe ordentlich Schiss davor. Aber es muss sein. Es gibt keinen anderen Weg für mich. 2020 wird großartig!

Ich bin gut vorbereitet. Ich habe viel gelernt dieses Jahr. Ich weiß genau, wo es hingehen soll. Ich habe konkrete Ziele. Ich lasse mich auch im nächsten Jahr wieder begleiten. Ich weiß, dass ich mir und meiner Intuition vertrauen kann.

Und daher kommen hier meine Learnings für alle, die am Anfang der Selbständigkeit stehen oder noch hadern, ob sie es wagen sollen.

 

Meine Learnings für dich

 

1. Du brauchst Geduld und Durchhaltevermögen

Ich bin wahrlich nicht mit Geduld gesegnet. Mein zweiter Vorname ist Ungeduld. Ich will immer alles und zwar sofort. Aber ich durfte lernen, dass es Geduld braucht, wenn du dich selbständig machst. Die Kunden kommen nicht über Nacht zu dir, nur weil du jetzt da bist. Es dauert seine Zeit bis man dich kennt, bis jemand bereit ist, bei dir zu kaufen. Und selbst dann kannst du nicht direkt davon leben. Ja, vielleicht, wenn du den Menschen glaubst, dass du über Nacht 7stellig verdienen kannst. Aber dem ist nicht so. Es braucht Geduld und Durchhaltevermögen. Du musst dranbleiben, auch wenn es hart ist. Wenn du dazu nicht bereit bist, dann kannst du dir die Zeit sparen und es gleich lassen.

 

2. Hör auf dein Herz

Niemand weiß so gut, was richtig ist, wie du selbst. Du musst dir nur zuhören. Das haben wir in unserer heutigen Gesellschaft meist verlernt bzw. wurde es uns abtrainiert. Nicht der Marktschreier weiß, was richtig für dich ist. Der kennt vielleicht ein paar Methoden, aber nur du kannst wissen, ob die sich richtig für dich anfühlen. Anfühlen, wie das Wort schon sagt, hat nichts mit dem Kopf zu tun. Da geht es nicht darum, was sinnvoll oder machbar erscheint. Es geht nur darum, dass du dich mit dem wohlfühlst, was du entscheidest. Und wenn es irgendwie piekst oder grummelt, oder wie sich das bei dir auch anfühlen mag, dann ist es nicht gut. Dann lass es. Wenn ich eins gelernt habe in diesem Jahr: Mein Herz, meine Intuition kennen immer den richtigen Weg!

 

3. Du musst investieren

Von nichts, kommt nichts. Verabschiede dich von dem Gedanken, dass du alles kostenfrei nutzen kannst. Ja, es gibt viele kostenfreie Angebote. Aber, es ist wie immer, die bieten eben auch nur Leistung für kostenfrei an. Das heißt nicht, dass die Leistung schlecht ist. Im Gegenteil, es gibt viele gute kostenfreie Angebote. Aber du wirst früher oder später an die Grenzen stoßen, sei es von der Kapazität her oder vom Inhalt. Bei manchen Sachen ist es daher sinnvoll, gleich in eine bezahlte Variante zu gehen, um nicht später mühevoll auf ein anderes Tool, einen anderen Prozess umzuziehen. Beispiel wäre hier die Webseite. Ein kostenloses Baukastensystem lockt am Anfang sehr. Du merkst aber schnell, dass du damit nicht weit kommst. Also besser gleich etwas Geld in die Hand nehmen und etwas Vernünftiges bauen oder bauen lassen. Gerne berate ich dich hier auch.

 

4. Lass dich begleiten

Ja, es kostet Geld. Und ja, es ist auch nicht wenig Geld. Aber es ist die beste Investition, die du für dein Business und für dich tätigen kannst. Meiner Meinung nach, reicht es auch nicht, einmalig eine Session zu haben. Du brauchst eine ständige Begleitung, immer. Ich habe meine Begleitung auch für nächstes Jahr bereits fix und ich kann dir verraten, dass die Investition im zweiten Jahr höher ist, als sie im ersten Jahr war. Und wir reden hier nicht über 100 €. Mein Kopf war auch ordentlich am quatschen, als es um die Entscheidung ging. Da verweise ich aber auf Punkt 2 „Hör auf dein Herz“. Ich wusste von Anfang an, dass es das Richtige ist und bin dabei geblieben.

 

5. Unterschätze die Macht des Mindsets nicht

Ja, der Begriff ist aktuell ein bisschen überstrapaziert, aber du weißt eben auch sofort, um was es geht. Es ist immens wichtig, dass du an dir arbeitest. Was sind deine Glaubenssätze, Werte, Überzeugungen? Warum knallst du in bestimmten Situationen immer wieder runter? Wie kannst du deine Energie hoch halten? Alles Dinge, die ich anfangs vollkommen unterschätzt habe. Und das kannst du halt zu Beginn einer Selbständigkeit nicht einschätzen. Du hast keine Ahnung, was alles auf dich zu kommt und wie du damit umgehen wirst. Daher meine Empfehlung, lass dich auch in diesem Bereich von einem Coach unterstützen.

 

6. Austausch mit Gleichgesinnten, Masterminds

Neben einem Coach ist es auch immens wichtig, dass du dich mit Gleichgesinnten austauschst. Hierbei ist es gar nicht relevant, ob es sich um eine „offizielle“ Mastermind handelt, die ggf. auch mit Kosten verbunden ist oder einfach jemanden, den du so gefunden hast. Was aber wichtig ist ist, dass ihr beide (oder mehrere) ungefähr das selbe Ziel verfolgt. Also die Richtung muss für euch beide nach oben zeigen. Es hilft ja nichts, wenn du immer 5 Schritte voraus bist und den anderen immer mitziehen musst. Das bringt dich nicht weiter. Es geht darum, gemeinsam jeweils sein eigenes Ziel zu erreichen. Im regelmäßigen Austausch committet ihr euch dann, unterstützt euch gegenseitig, tretet euch, bei Bedarf, in den Hintern und feiert gemeinsam eure Erfolge. Das bringt dich nochmal enorm weiter. Es ist auch so hilfreich zu sehen, dass man mit seinen Problemchen nicht alleine ist. Jeder struggelt mal.

 

So, ich könnte noch viel mehr raushauen, aber es soll ja nicht zu lang werden.

Zusammenfassend, habe ich einfach super viel gelernt in meinem ersten Jahr als Selbständige. 2020 wird großartig! Das spüre ich.

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